Steuerrechtlicher Blog
Das neue Altersvorsorgedepot ab 2027 im Überblick
Ab dem 1. Januar 2027 soll das Altersvorsorgedepot am Markt verfügbar sein. Es ist ein staatlich gefördertes Depot für die private Altersvorsorge, das ohne Garantie auskommt und Anlagen am Kapitalmarkt ermöglicht, etwa global gestreute Aktien-ETFs. Im Neugeschäft löst es die Riester-Rente ab. Bestehende Riester-Verträge laufen weiter. Wer privat vorsorgen möchte, sollte vor einer Entscheidung die […]
Lenkende Erbausschlagung zugunsten des minderjährigen Kindes: BGH verneint das Erfordernis einer familiengerichtlichen Genehmigung
Die Ausschlagung einer Erbschaft für ein minderjähriges Kind ist ein häufig genutztes Gestaltungsmittel – sei es zur Abwehr eines überschuldeten Nachlasses, sei es zur gezielten Steuerung der Erbfolge. In der Praxis stellte sich dabei wiederkehrend die Frage, ob die Ausschlagung durch das Familiengericht genehmigt werden muss. Der Bundesgerichtshof hat diese Frage für die praktisch bedeutsame […]
Krypto-Lending mit Bitcoin: FG Köln ordnet die Erträge dem persönlichen Steuersatz zu – keine Abgeltungsteuer (BFH-Revision anhängig)
Für Anleger, die ihre Kryptowerte gegen Entgelt zur Nutzung überlassen, ist die einkommensteuerliche Einordnung der Erträge von erheblicher Bedeutung: Sie entscheidet über den anwendbaren Steuersatz und die Verlustverrechnung. Das Finanzgericht Köln hat als erstes Finanzgericht zu dieser Frage für das Bitcoin-Lending Stellung genommen. Der vorliegende Beitrag arbeitet die Entscheidung anhand des Urteilstextes auf und ordnet […]
BFH I R 13/23: Kapitalertragsteuer-Erstattung bei Ausschüttungen an eine US-amerikanische S-Corporation — Schachtelprivileg greift, § 50d Abs. 1 Satz 11 EStG a.F. nur verfahrensrechtlich
Das Wichtigste in Kürze • BFH I R 13/23 (11.3.2026, veröffentlicht 28.5.2026): S-Corporation qualifiziert als nutzungsberechtigte Gesellschaft i.S.d. Art. 10 Abs. 3 DBA-USA. • Schachtelprivileg greift, soweit die Einkünfte bei den in den USA ansässigen Gesellschaftern der S-Corporation wie Einkünfte dort Ansässiger besteuert werden. • § 50d Abs. 1 Satz 11 EStG a.F. ist rein […]
Vier Jahre Haft wegen Steuerhinterziehung: Warum nur die rechtzeitige Selbstanzeige schützt
Der Bundesgerichtshof hat mit Beschluss vom 13. Juli 2026 (1 StR 267/25) eine Freiheitsstrafe von vier Jahren gegen einen Baumschulbetreiber wegen Steuerhinterziehung in 31 Fällen bestätigt. Auslöser waren eine über Jahre fehlende Buchführung und verdeckte Gewinnausschüttungen zwischen Einzelunternehmen und GmbH. Wer eine unversteuerte Vergangenheit bereinigen will, hat nur ein begrenztes Zeitfenster: Die strafbefreiende Selbstanzeige nach […]
RUGE FEHSENFELD erneut als „TOP Wirtschaftskanzlei 2026“ ausgezeichnet
RUGE FEHSENFELD wurde erneut von FOCUS als „TOP Wirtschaftskanzlei 2026“ ausgezeichnet. Die wiederholte Anerkennung bestätigt unsere fachliche Ausrichtung und die Qualität unserer Beratung in den Bereichen Steuerrecht und Wirtschaftsrecht.
Teilauseinandersetzung der Erbengemeinschaft: OLG Düsseldorf bestätigt enge Grenzen – kein Anspruch auf „scheibchenweise“ Verteilung
In vielen Erbengemeinschaften entsteht Streit, weil ein Miterbe nur einen einzelnen Nachlassgegenstand – etwa ein Bankkonto oder eine bestimmte Immobilie – vorab verteilt sehen möchte, während die übrigen Werte noch ungeklärt sind. Ob ein solches Vorgehen durchsetzbar ist, beurteilt sich nach den Regeln über die Teilauseinandersetzung. Der vorliegende Ratgeberbeitrag ordnet die Rechtslage und die aktuelle […]
Testamentsvollstrecker verkauft eine Nachlassimmobilie: Wie die Verfügungsbefugnis gegenüber dem Grundbuchamt nachzuweisen ist
Die Veräußerung einer Nachlassimmobilie durch den Testamentsvollstrecker ist ein häufiger, aber praktisch anspruchsvoller Vorgang. Regelmäßig entscheidet erst im Grundbuchvollzug, ob der Nachweis der Verfügungsbefugnis genügt – und ob der Kaufvertrag zeitgerecht vollzogen werden kann. Der vorliegende Ratgeberbeitrag ordnet die maßgebliche Rechtsprechung ein und zeigt, worauf Testamentsvollstrecker, Erben und Erwerber achten sollten.
Krypto-Besteuerung ab 2027: Was der Referentenentwurf zur Abgeltungsteuer konkret vorsieht
Ein Referentenentwurf des Bundesfinanzministeriums – zuerst von der „Welt berichtet – sieht vor, Gewinne aus der Veräußerung von Kryptowerten künftig unabhängig von der Haltedauer als Einkünfte aus Kapitalvermögen zu besteuern: mit der Abgeltungsteuer von 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag (im Ergebnis 26,375 %), gegebenenfalls zzgl. Kirchensteuer. Die Neuregelung soll nur Kryptowerte erfassen, die nach dem 31. […]
Krypto-Besteuerung im Umbruch: Warum die einjährige Haltefrist 2026 noch gilt — und weshalb DAC8 alles verändert
Die steuerliche Behandlung von Kryptowerten steht in Deutschland vor einer historischen Weichenstellung. Nach der Bundespressekonferenz vom 29. April 2026, dem grünen Gesetzentwurf (BT-Drs. 21/5752 vom 5. Mai 2026) und dem Kabinettsbeschluss vom 6. Juli 2026 zum Regierungsentwurf des Bundeshaushalts 2027 ist die Reform der Krypto-Besteuerung politisch beschlossene Sache — auch wenn Bundestag und Bundesrat noch […]