Steuerberater Blog

Mit Hilfe unseres Steuerberater Blogs erhalten Sie viele nützliche Tipps & News sowie wertvolle Informationen rund um die Themen Steuerrecht, Erbrecht und die steuerliche Selbstanzeige. Im Fokus stehen insbesondere Gesetzesänderungen und Veränderungen in der Rechtsprechung. Selbstverständlich enthält der Steuer Blog auch Neuigkeiten über die Kanzlei RUGE FEHSENFELD.

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GET NORD 2018

Mit Blick nach vorne präsentiert sich RUGE FEHSENFELD als einzige Steuerberatungskanzlei auf der GET NORD 2018 und zeigt den ganzen Umfang der Steuerberatung 4.0. Die digitale Finanz- und Lohnbuchhaltung steht im Vordergrund und weist den Weg in die moderne und zeitgemäße Zusammenarbeit zwischen Kanzlei und Mandant. Nur so lässt sich den stetig wachsenden Ansprüchen einer digitalen Steuerberatung gerecht werden.

RUGE FEHSENFELD versteht sich heute mehr denn je als digitaler Dienstleister in allen Fragen des Steuer- und Erbrechts. Mit dem Auftritt auf der GET NORD 2018 setzt RUGE FEHSENELD neue Impulse und vernetzt sich weiter in allen Bereichen des Handwerks.

Sowohl RUGE FEHSENFELD als auch immer mehr Mandanten wünschen sich einen zukunftsfähigen und digitalen Datenaustausch im Bereich der Steuerberatung 4.0.

Dabei ermöglich die Finanzbuchhaltung 4.0 mit DATEV Unternehmen online u.a. zeitnahe betriebswirtschaftliche Auswertungen, ein sicheres Belegarchiv und den schnellen, unkomplizierten Austausch aller notwendigen Buchführungsunterlagen. Auch die Möglichkeiten einer digitalen Rechnungsschreibung im ZUGFeRD-Format sowie den Belegupload per App sind für RUGE FEHSENFELD tägliche Praxis.

Im Bereich der Lohnbuchhaltung verfolgt RUGE FEHSENFELD ebenfalls konsequent den digitalen Weg. Die Vorerfassung von Personal Stamm- und Bewegungsdaten als auch die unkomplizierte Abwicklung der Lohn- und Gehaltsabrechnung über Arbeitnehmer online schaffen neue Möglichkeiten für jeden Unternehmer.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und persönliche Gespräche mit neuen und bekannten Mandanten an unserem Messestand in Halle B2 EG Stand 428 auf der GET NORD 2018 in Hamburg.

Wie viel Geld am Monatsende vom Bruttogehalt übrig bleibt, hängt maßgeblich von der Steuerklasse ab. So hat etwa eine Hochzeit bekanntermaßen auch steuerliche Auswirkungen. Paare die heiraten, werden automatisch in die Steuerklasse IV eingestuft. Gleiches gilt auch für die Eintragung gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften.

Anders als für Unverheiratete, besteht für Ehepartner und eingetragene Lebenspartner, die beide unbeschränkt steuerpflichtig sind und nicht dauerhaft getrennt leben, eine Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Kombinationen von Steuerklassen.

Wer mit der automatischen Einstufung in die Steuerklassenkombination IV/IV unzufrieden ist, kann durch Antrag an das Finanzamt einmal im Jahr seine Steuerklasse wechseln.

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Am 8. November 2018 hat der Gesetzesentwurf zum „Jahressteuergesetz 2018“ (Gesetz zur Vermeidung von Umsatzsteuerausfällen beim Handel mit Waren im Internet und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften) im Bundestag die notwendige Mehrheit gefunden, sodass dieser als Gesetz dem Bundesrat zur Zustimmung zugeleitet wird.

Neben den bereits im Entwurf enthaltenen wesentlichen Regelungen (Blog-Beitrag vom 10. August 2018) im Umsatzsteuergesetz (Verhinderung von Umsatzsteuerausfällen beim Handel mit Waren auf Internetplattformen und die einheitliche steuerliche Behandlung von Gutscheinen) und im Einkommen- und Körperschaftsteuergesetz (Förderung der Elektromobilität durch niedrigere Besteuerung der privaten Nutzung, Verhinderungen von Cum/Cum-Transaktionen, Beschränkung des Verlustabzugs bei Kapitalgesellschaften) kommen nun noch weitere Änderungen hinzu.

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Die Kläger haben in 2008 eine Selbstanzeige für die Jahre 1996, 1997 und 2000 bis 2006 hinsichtlich nicht erklärter Kapitaleinkünfte abgegeben. Für die ersten Streitjahre 1996 und 1997, hatten die Kläger ihre Steuererklärung im Jahr 1998 abgegeben, sodass die reguläre Verjährungsfrist nach 10 Jahren (ab Abgabe der Steuererklärung) mit Ablauf des Jahres 2008 endete. Als 2010 durch die Fahndungsprüfer Änderungsbescheide für 1996 und 1997 erlassen wurden, war streitig, ob die Bescheide nach Eintritt der Festsetzungsfrist (Verjährung) erlassen wurden, da die Kläger einwandten, dass sowohl die reguläre Zehnjahresfrist, als auch die einjährige Verlängerungsfrist bei Selbstanzeige (§ 171 Abs. 9 AO) abgelaufen war.

Bereits 2007 hatte die Steuerfahndung allerdings durch eine Steuer-CD Hinweise auf das liechtensteiner Depot der Kläger erhalten. Anfang 2008 wurde ein Steuerstrafverfahren eingeleitet und es erging ein Prüfungsauftrag der Steuerfahndung für den Zeitraum von 1996 bis 2006, für den in der Folgezeit Unterlagen von den Eheleuten angefordert wurden.

In § 171 Abs. 5 AO ist geregelt, dass die Festsetzungsfrist (Verjährung) durch Ermittlungen der Steuerfahndung vor Ablauf der Festsetzungsfrist so lange gehemmt ist, bis der aufgrund der Ermittlungen erlassene Steuerbescheid unanfechtbar geworden ist. Somit besteht also die Möglichkeit einer deutlich längeren Festsetzungsfrist. Die Steuerfahndung machte geltend, dass in der Anforderung der Unterlagen bereits Ermittlungen zu sehen seien, welche die längere Verjährungsfristen entsprechend in Gang gesetzt hätte.

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In einem Verfahren vor dem Berliner Oberlandesgericht (OLG) war strittig, ob für eine Bitcoin-Börse eine Erlaubnis der Finanzaufsicht Bafin eingeholt werden muss. Eine Erlaubnis der Bafin wäre dann erforderlich, wenn Bitcoins ein Finanzinstrument oder eine Rechnungseinheit darstellen. Das OLG verneinte dies und stellte damit fest, dass der Handel mit Kryptowährungen in Deutschland nicht erlaubnispflichtig ist.
Fraglich ist, ob diese Feststellung des OLG auch Auswirkungen auf die Besteuerung hat.

Zu unterscheiden sind zunächst das Mining, also das Erzeugen von Bitcoins, und der Handel mit der virtuellen Währung und die Frage, ob die Tätigkeit im Rahmen eines gewerblichen Handels oder einer Vermögensverwaltung (Privatvermögen) vorgenommen wird.

Regelmäßig sind virtuelle Währungen im Umlaufvermögen zu bilanzieren. Nach der herrschenden Meinung in der Fachliteratur, was durch das OLG-Urteil noch bekräftigt wird, liegen nach dem Gliederungsschema im HGB keine liquiden Mittel (kein Emittent, keine Notenbank des Bitcoins) und keine finanziellen Vermögensgegenstände (keine ausgebende Stelle und auch kein Wertpapier) vor. Selbst geschaffene Kryptowährungen durch Mining sind mit den Herstellungskosten (insbesondere Abschreibungen für Hard- und Software, Stromkosten) und angeschaffte mit den Anschaffungskosten zu bilanzieren. In der weiteren Bewertung scheiden planmäßige Abschreibungen wegen der zeitlich unbegrenzten Nutzung aus. Lediglich außerplanmäßige Abschreibungen und Teilwertabschreibungen kommen daher bei der Bewertung im Anlagevermögen in Betracht. Im Umlaufvermögen und bei der Veräußerung im Privatvermögen ist strittig, ob sogenannte Bewertungsvereinfachungsverfahren angewandt werden (z. B. Durchschnittsbewertungen, Verbrauchsfolgeverfahren wie die Lifo- und die Fifo-Methode). Die Finanzverwaltung vertritt bisher die Auffassung, dass im Betriebsvermögen die Lifo- und im Privatvermögen die Fifo-Methode angewendet werden muss. Diese Auffassung ist anzuzweifeln, da virtuelle Währungen nach der herrschenden Meinung keine Wirtschaftsgüter des Vorratsvermögen bzw. Fremdwährungsbeträge darstellen. Diese Auffassung wurde durch das OLG-Urteil noch einmal untermauert.

Auch wenn sich die Finanzverwaltung in einigen Schreiben zur (ertrag- und umsatz-) steuerlichen Behandlung von Bitcoins geäußert hat, ist ein Großteil von wichtigen Detailfragen weiterhin offen, sodass noch immer erhebliche Rechtsunsicherheit besteht.

Für eine weiterführende Beratung in Bezug auf unternehmerische Tätigkeiten, die mit Kryptowährungen in Verbindung steht, schauen Sie bitte hier und kontaktieren Sie uns.

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