Steuerberater Blog

Mit Hilfe unseres Steuerberater Blogs erhalten Sie viele nützliche Tipps & News sowie wertvolle Informationen rund um die Themen Steuerrecht, Erbrecht und die steuerliche Selbstanzeige. Im Fokus stehen insbesondere Gesetzesänderungen und Veränderungen in der Rechtsprechung. Selbstverständlich enthält der Steuer Blog auch Neuigkeiten über die Kanzlei RUGE FEHSENFELD.

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Am 8.5. wurde vom BMF der Referentenentwurf für das „Gesetz zur weiteren steuerlichen Förderung der Elektromobilität und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften“ (Jahressteuergesetz 2019) veröffentlicht. Die Änderungsvorschläge beinhalten im Wesentlichen:

Förderung der Elektromobilität

  • Der Zeitraum für die Halbierung der Bemessungsgundlage bei der Dienstwagenbesteuerung bei privater Nutzung eines Elektro- oder Hybridfahrzeugs (siehe Jahressteuergesetz 2018) wird bis zum 31.12.2024 verlängert.
  • Verlängerung der Steuerbefreiung für vom Arbeitgeber gewährte Vorteile für das Aufladen eines Elektrofahrzeugs im Betrieb und für die zeitweise zur privaten Nutzung überlassene betriebliche Ladevorrichtung.
  • Verlängerung der Förderung dienstlicher (Elektro-)Fahrräder.
  • Förderung der Neuanschaffung von rein elektrischen Lieferfahrzeugen bis max. 7,5t durch die Einführung einer Sofortabschreibung von 50% (§ 7c EStG-E).
  • Eine Pauschalbesteuerung (ohne Anrechnung auf die Entfernungspauschale) von Jobtickets (§ 40 Abs. 2 S. 2 Nr. 2 EStG-E).
  • Die gewerbesteuerliche Hinzurechnung bei Miete oder Leasing von Elektrofahrzeugen soll erleichtert werden (§ 8 Nr. 1 lit. d GewStG-E).

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Das novellierte Gesetz über das Aufspüren von Gewinnen aus schweren Straftaten – kurz Geldwäschegesetz (GwG) – ist seit dem 26.07.2017 in Kraft und hat zu einiger Verwirrung geführt. Als „Güterhändler“ im Sinne des GwG sind auch eine Vielzahl ganz normaler Unternehmen vom Geldwäschegesetz betroffen. Die neuen Regelungen haben zu einer Ausweitung des Anwendungsbereichs geführt. Das GwG spricht dabei von „Verpflichteten“, die bestimmte Anforderungen zu erfüllen haben. Das GwG verlangt von den Verpflichteten jeweils „risikoorientiertes“ und „angemessenes“ Handeln und gesteht damit den Verpflichteten einerseits einen gewissen Beurteilungsspielraum zu, um den Anforderungen an den unternehmerischen Alltag gerecht zu werden. Andererseits sieht das Gesetz aber einen ganzen Katalog mit Sanktionen von möglichen Verstößen vor. Hier kommt es auf eine genaue Kenntnis und planmäßiges Vorgehen an, um gesetzeskonform zu handeln und Strafen zu vermeiden. Geldwäsche ist kein Kavaliersdelikt und Verstöße werden zum Teil heftig sanktioniert. Bußgelder können bis zu einer Höhe von einer Million Euro verhängt werden. Weitere unangenehme Folge eines Bußgeldes ist außerdem die Veröffentlichung im Gewerbezentralregister für die Dauer von fünf Jahren, was insbesondere bei Verhandlungen über Händler- oder Finanzierungsverträge problematisch werden kann.

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Wie jedes Delikt können auch Steuerdelikte unter bestimmten Umständen verjähren. Geregelt ist dies in der Abgabenordnung (AO) und betrifft auch solche Delikte, die über ein Konto im europäischen und internationalen Ausland begangen worden sind bzw. begangen werden.

Längst hat die Bundesrepublik Abkommen zur Übermittlung von relevanten Daten mit ausländischen Staaten geschlossen. Doch die Aufbereitung und Weiterleitung dieser Daten an die Länder und Finanzämter beansprucht Kapazitäten und Zeit. Geschieht dies nicht rechtzeitig, drohen mögliche Steuerdelikte zu verjähren.

Am 18.04.2019 stellte die FDP-Fraktion eine kleine Anfrage (BT-Drucks. 19/9570) an die Bundesregierung, deren Gegenstand die zahlreichen Abkommen waren, die Deutschland in jüngster Vergangenheit zum automatischen Austausch von Steuerdaten auf europäischer und internationaler Ebene geschlossen hat.

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Quo vadis Geldwäsche?

Durch die Umsetzung von EU-Richtlinien in nationales deutsches Recht wurden Vorschriften zur Einführung und Umsetzung einer umfassenden Geldwäsche-Compliance geschaffen. Nach der erst kürzlich erfolgten Änderung steht schon die nächste Anpassung bevor. Ziel dabei ist die Verhinderung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung.

Grundlagen
Die EU hat die Mitgliedstaaten in der 4. Geldwäscherichtlinie (Richtlinie (EU) 2015/849 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20.05.2015 zur Verhinderung der Nutzung des Finanzsystems zum Zwecke der Geldwäsche und der Terrorismusfinanzierung, zur Änderung der Verordnung (EU) Nr. 648/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates und zur Aufhebung der Richtlinie 2005/60/EG des Europäischen Parlaments und des Rates und der Richtlinie 2006/70/EG der Kommission, ABl L 141/114 vom 05.06.2015 (nachfolgend kurz „4. GW-RL“) samt den Anhängen I bis III. Artikel 8 Abs. 1 der 4. GW-RL) verpflichtet dafür zu sorgen, dass die Verpflichteten angemessene Schritte unternehmen, um die für sie bestehenden Risiken der Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung unter Berücksichtigung von Risikofaktoren, einschließlich in Bezug auf ihre Kunden, Länder oder geographische Gebiete, Produkte, Dienstleistungen, Transaktionen oder Vertriebskanäle zu ermitteln und zu bewerten. Der in Umsetzung dieser Regelung novellierte § 5 des Gesetzes über das Aufspüren von Gewinnen aus schweren Straftaten – Geldwäschegesetz (GwG) in der ab dem 26.06.2017 geltenden Fassung – lautet:

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Bereits zum achten Mal lud der erfolgreiche Bucerius Gründerkompass Recht junge Unternehmer zu einem halbtägigen und kostenlosen Workshop in die Bucerius Law School. Die Veranstaltung fand diese Jahr am 08.05.2019 statt. In dem Workshop wurden die rechtlichen Herausforderungen beleuchtet, die sich Start-Ups in den verschiedenen Phasen ihres Marktauftritts stellen. Der Bucerius Gründerkompass Recht wird veranstaltet von der Bucerius Law School Gründerinitiative, dem BUCERIUS Entrepreneurs Club, in Zusammenarbeit mit den jeweils spezialisierten Kanzleien RUGE FEHSENFELD (Steuerrecht), Dittmar Rechtsanwälte (Gesellschaftsrecht), GRAEF Rechtsanwälte (IP-/IT-Recht) und RPS Stahmer (Arbeitsrecht).

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