Steuerrecht

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat mit seinem Urteil vom 14.09.2017 erstmals entschieden, dass der Kindergeldanspruch nicht zwingend mit bestehen der mündlichen Prüfung und der einhergehenden Notenbekanntgabe enden muss. Sofern eine abweichende Rechtsvorschrift des jeweiligen Ausbildungsberufes das Ende des Ausbildungsverhältnisses auf einen Zeitpunkt nach der Notenbekanntgabe verschiebt, besteht bis zu diesem Zeitpunkt weiterhin ein ungekürzter Kindergeldanspruch.

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Das Finanzgericht Köln hat in einer vielbeachteten Entscheidung vom 07.12.2017 (Az. 15 K 1122/16) erstmals zur der Frage Stellung bezogen, ob es ein unbeschriebenes Tatbestandsmerkmal zur ordnungsgemäßen Buchführung gibt, welches bei Einnahmen-Überschuss-Rechnung vorsieht, dass die Rechnungsnummernvergabe zwingend fortlaufend in nummerischer oder alpha-nummerischer Reihenfolge zu erfolgen hat.

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Der Bundesrat hat am 12.05.2017 dem Zweiten Bürokratieentlastungsgesetz zugestimmt; damit sollen vor allem kleine Unternehmen von Bürokratie befreit werden.

Als wichtigste Neuerung wurde die Grenze für Kleinbetragsrechnungen rückwirkend zum 1.1.2017 von EUR 150 auf EUR 250 brutto angehoben. Damit entfallen bis zu dem nun höheren Betrag bestimmte Regularien des § 15 UStG, welche ggf. zur Versagung eines Vorsteuerabzuges geführt hätten.

Insbesondere die fehlende Angabe des Rechnungs- bzw. Leistungsempfängers führt häufig zu Problemen im Rahmen der Betriebsprüfung.

Nach zähen Verhandlungen hat sich die Bundesregierung offenbar noch zum Ende der Legislaturperiode auf Steuererleichterungen und -vereinfachungen für den Klein- und Mittelstand geeinigt. Künftig sollen Betriebe geringwertige Wirtschaftsgüter nicht mehr nur bis 410 Euro, sondern bis zu einem Wert von 800 Euro sofort abschreiben können. Dies geht aus einem gemeinsamen Papier der Regierungsfraktionen von Union und SPD hervor. Die neue Schwelle soll im Rahmen des Jahressteuergesetzes 2017 verabschiedet werden und ab dem 1. Januar 2018 gelten.

Alle baren Geschäftsvorgänge eines Unternehmens sollen grundsätzlich über die Kasse abgewickelt und täglich in einem Kassenbuch aufgezeichnet werden. Der Gesetzgeber verschärft in mehreren Schritten die Anforderungen an die Kassenführung. Zum 01.01.2017 werden an die Nutzung elektronischer Kassen neue Anforderungen gestellt. Insbesondere müssen die Tagesendsummen und alle Einzelbewegungen (Einzelbons) täglich aufgezeichnet und in maschinell auswertbarer Form für die Dauer der Aufbewahrungsfrist (10 Jahre) archiviert werden. Weitere Verschärfungen machen ggf. die technische Nachrüstung des vorhandenen Kassensystems oder eine Neuanschaffung notwendig. Sprechen Sie uns an, um zukünftig empfindliche Hinzuschätzungen im Unternehmen zu vermeiden.

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