Steuerrecht

2020 – Was ist neu?

Der Jahreswechsel steht stets für Aufbruch und Neuanfang. Auch der Gesetzgeber hat für das Jahr 2020 Neuregelungen im Steuerrecht auf den Weg gebracht.

Eine Auswahl der Änderungen in Kürze:

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Finanzämter wahren den Weihnachtsfrieden

Der Stress an den Weihnachtsfeiertagen gehört für uns alle zumeist zum normalen Jahresrhythmus dazu. Freude bereitet dies wohl niemandem – das weiß auch das Finanzamt. Daher zeigen sich die Behörden auch in diesem Jahr wieder nachsichtig und verzichten während der Feiertage auf „nachteilige“ Verwaltungsakte.

Bis zum heutigen Tage gaben folgende Bundesländer bekannt, dass Sie den Weihnachtsfrieden wahren wollen:

  • Baden-Württemberg: 21.12.2019 bis 01.01.2020
  • Bayern: 23.12.2019 bis 01.01.2020
  • Hessen: 20.12.2019 bis 31.12.2019
  • NRW: 17.12.2019 bis 31.12.2019
  • Sachsen: 23.12.2019 bis 01.01.2020
  • Thüringen: 23.12.2019 bis 26.12.2020

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Maßnahmenpaket für das Dritte Bürokratieentlastungsgesetz auf den Weg gebracht

I. Einleitung
Ein drittes Maßnahmenpaket zur Entlastung von Unternehmen, Bürgern und der Verwaltung wurde am 18.09.2019 vom Bundeskabinett auf den Weg gebracht, das auch Auswirkungen auf das Steuerrecht hat. Insgesamt sollen die Unternehmen hierdurch um Bürokratiekosten von mehr als EUR 1 Mrd. entlastet werden.

II. Änderungen
Die angestrebten Änderungen des Pakets betreffen im steuerrechtlichen Sinne vor allem Änderungen der Abgabenordnung sowie des Einkommensteuer- und Umsatzsteuergesetzes. Besonders die Anpassungen im Umsatzsteuerrecht fallen positiv für Existenzgründer aus. Hierzu einige ausgewählte und für den unternehmerischen Alltag besonders relevante Gesetzesänderungen:

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Bewertung von Pflegeleistungen im Rahmen einer gemischten Schenkung

Gerade bei Schenkungen von Immobilien zwischen Eheleuten oder zwischen Eltern und Kindern wird im Vertrag oftmals vereinbart, dass sich der Beschenkte im Gegenzug verpflichtet, Pflegetätigkeiten für den Schenker zu verrichten; es liegt dann eine sog. gemischte Schenkung vor, da nur ein Teil als Schenkung zu qualifizieren ist. Mit dem Finanzamt gibt es regelmäßig Streit darüber, in welcher Höhe die Pflegeleistung zur Berechnung der Schenkungsteuer vom Wert der Immobilie abzuziehen ist.

Generell gilt: Pflege- und Betreuungsleistungen, die vor dem Übergabevertrag hinsichtlich der Immobilie erbracht wurden, sind nur ausnahmsweise und nur dann berücksichtigungsfähig, wenn „sie mit der späteren Zuwendung im Rahmen eines vertraglich begründeten Gegenseitigkeitsverhältnisses (synallagmatisch) oder aber durch Setzung einer Bedingung (konditional) oder einen entsprechenden Rechtszweck (kausal) verknüpft sind“ (FG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 23.03.2007, Az. 4 K 2892/04).

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Verspätete Nebenkostenabrechnung nachträglich in der Steuererklärung geltend machen

Die Abgabefrist der privaten Einkommensteuererklärung endet 2019 erstmals am 31. Juli des Folgejahres. Zumeist haben die Vermieter bzw. die Hausverwaltungen bis zu diesem Zeitpunkt noch keine Nebenkostenabrechnung für das Vorjahr erstellt. Häufig verwenden die Steuerpflichtigen die Nebenkostenabrechnung des Vorjahres. Jedoch gibt es Konstellationen (z. B. Umzug, Erhöhung der Nebenkosten) in denen dies nicht möglich ist. Daher ist man aufgrund der Abgabefrist gezwungen die Steuererklärung ohne haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerleistungen nach § 35a EStG abzugeben und das Finanzamt erlässt dementsprechend den Bescheid, welcher in der Regel nach einer Einspruchsfrist von einem Monat bestandskräftig wird.

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