Umsatzsteuer bei der „Vermietung“ von virtuellem Land

Das Finanzgericht Köln entschied am 13. August 2019 (Pressemitteilung vom 12. April 2021), dass bei der entgeltlichen Überlassung von Land in einem 3D-Welt-Simulationsspiel die Umsatzsteuerpflicht des § 1 Abs. 1 Nr. 1 UStG i. V. m. § 2 Abs. 1 S. 1 UStG greift. Konkret ging es um die „Vermietung“ von einem zuvor mit Kryptowährungen erworbenen Stück virtuellem Land (in der Realität also Arbeitsspeicher des Spielebetreibers), welches der Käufer sodann an andere Spieler gegen die monatliche Überlassung von Kryptowährungen vermietete und sich selbst den Betrag in US-Dollar umwandelte. Ein Gewerbe hat der in Deutschland ansässige „Vermieter“ diesbezüglich angemeldet. Die vom Finanzamt auf die „Vermietung“ der Grundstücke festgesetzte Umsatzsteuer wurde vom Steuerpflichtigen gerichtlich moniert. Warum das Gericht der Klage nicht stattgab, soll im Folgenden erörtert werden.

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Besteuerung von Krypto-Futures und CFDs

Ein neuer Trend auch auf dem Krypto-Markt ist die Beteiligung an sogenannten „Krypto-Index-Produkten“ wie z. B. Futures oder CFDs (= Contracts for Difference). Mithilfe dieser Anlageinstrumente ist es möglich, auf die potenziellen Wertschwankungen von Kryptowährungen zu setzen, ohne dass man das dahinterstehende Asset besitzt. Wie genau das funktioniert und welchem einkommensteuerrechtlichen Irrtum die meisten unterliegen, wird in diesem Blogbeitrag erklärt.

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Die Europäische Kommission zur Besteuerung von Krypto-Geschäften

Bereits mehrmals haben wir in unserem Blog über die Besteuerung von Einkünften aus dem Handel mit Kryptowährungen berichtet. Dreh- und Angelpunkt der bisherigen Diskussionen war dabei die Behandlung von etwaigen Gewinnen nach dem Einkommensteuergesetz (EStG). Auf internationaler Ebene hat sich nunmehr auch die Europäische Kommission der Thematik angenommen.

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Kryptowährungen und Selbstanzeige

Veräußerungen von Kryptowährungen wie Bitcoin, Ether und Polkadot werden nach aktuell herrschender Meinung in der Steuerliteratur und der gegenwärtig zu beobachtenden Behandlung durch die Finanzverwaltung als private Veräußerungsgeschäfte gem. § 22 Nr. 2 i. V .m. § 23 Abs. 1 EStG qualifiziert, auch wenn dies noch nicht höchstrichterlich entschieden ist und zumindest teilweise angezweifelt wird (vgl. FG Nürnberg, Beschluss vom 8. April 2020, Az. 3 V 1239/19). Über die steuerrechtliche Beurteilung von Bitcoin & Co. berichteten wir bereits kurz im letzten Jahr in unserem Blog.

Dass das Thema der Besteuerung von Einkünften aus Kryptowährungen seitdem keineswegs an Bedeutung verloren hat, zeigt das allein aufgrund von Geschäften mit Kryptowährungen geschätzte Steueraufkommen i. H. v. EUR 1,2 Milliarden für das Jahr 2020 (vgl. Steuerstudie des Frankfurt School Blockchain Centers). Dies ist nicht nur ein erheblicher Anstieg im Vergleich zu den vorangegangenen Jahren, sondern entspricht auch in etwa 2 Prozent der gesamten geschätzten Steuereinnahmen (ohne reine Gemeindesteuern) des Jahres 2019.

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RUGE FEHSENFELD nun zertifizierter Steuerberater auf CoinTracking

Der Handel mit Kryptowährungen, wie Bitcoin, Ether oder Ripple, erfreut sich großer Beliebtheit. Steuerrechtlich ist der Handel mit Kryptowährungen ein vergleichsweise neues Themengebiet und so für viele Anleger „Neuland“. RUGE FEHSENFELD ist ab sofort als zertifizierter Steuerexperte im Bereich der Kryptowährungen als eine von aktuell insgesamt 75 Steuerberatungskanzleien weltweit auf der Website von CoinTracking gelistet. Das Online-Portal CoinTracking ist Marktführer im Crypto-Portfolio- und Steuer-Tracking (Erstellung von Steuerberichten) und bietet Anlegern die Möglichkeit, im volatilen Handel mit verschiedensten Kryptowährungen die Übersicht zu behalten.

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