Wer erbt mein Vermögen?

Ohne ein Testament gilt grundsätzlich die gesetzliche Erbfolge gemäß §§ 1922 ff. BGB. Diese ist geprägt durch drei Grundprinzipien, der Erbfolge nach Ordnungen und der Erbfolge nach Stämmen und dem Repräsentationsprinzip.

Hierbei erben zuvörderst Kinder (Erste Ordnung, § 1924 BGB) zu gleichen Teilen sowie der Ehegatte (§ 1931 BGB). Wenn keine Kinder oder weitere Abkömmlinge und kein Ehegatte vorhanden sind, Erben die Eltern und deren weitere Kinder (zweite Ordnung, § 1925 BGB). Wenn auch solche nicht vorhanden sind, Erben die Großeltern und deren weitere Abkömmlinge (dritte Ordnung, § 1926 BGB).So lange Erben nach der ersten Ordnung vorhanden sind, schließen diese alle anderen Ordnungen aus usw.

Daneben ist die Erbfolge nach Stämmen maßgeblich. Diese besagt, dass zum Zeitpunkt des Erbfalls weggefallene Personen durch ihre Abkömmlinge ersetzt werden, § 1924 Abs. 3 BGB. Diese treten in die Position des Vorverstorbenen als dessen Stamm ein. So lange aber ein Kind lebt, schließt es seine eigenen Kinder von der Erbfolge aus, es repräsentiert den Stamm, § 1924 Abs. 2 BGB.

Daneben kann jeder, der mindestens 16 Jahre alt ist, seine Erbfolge abweichend von der gesetzlichen Regelung grundsätzlich frei bestimmen.

Nähere Informationen unter Erbrecht

Wie kann ich einen Erben bestimmen?

Einen von der gesetzlichen Erbfolge abweichenden Erben können Sie durch ein Testament oder einen Erbvertrag bestimmen, § 1937 BGB. Diese individuelle Erbenbestimmung hat Vorrang vor der gesetzlichen Erbfolge. Es ist auch möglich, nur zu bestimmen, dass eine oder mehrer Personen nicht erben sollen, diese also ausgeschlossen werden sollen, § 1938 BGB.

Durch ein Testament können Sie allein bestimmen, wer Erbe werden soll, eine Mitwirkung anderer Personen ist nicht erforderlich. Ein Testament kann entweder eigenhändig, also handschriftlich geschrieben und unterschrieben (§ 2247 BGB) oder notariell (§ 2232 BGB) verfasst werden Auch ist möglich, bestimmten Personen nur einzelne Gegenstände als sog. Vermächtnisse (§ 1939 BGB) zuzuwenden. Eine Erbeinsetzung oder ein Vermächtnis kann auch von einer Bedingung oder Auflage abhängig gemacht werden.

All diese Regelungen können auch in einem Erbvertrag (§ 1941 BGB) getroffen werden. Für den Abschluss einen Erbvertrages muss jedoch zwingend eine weitere Person mitwirken und der Erbvertrag kann nur bei gleichzeitige Anwesenheit vor einem Notar abgeschlossen werden (§ 2276 BGB). Zumeist empfiehlt es sich, bei der Planung eines Testamentes oder Erbvertrages professionelle rechtliche Beratung in Anspruch zu nehmen.

Nähere Informationen unter Erbrecht

Was ist ein Testament?

Ein Testament ist gemäß § 1937 BGB eine letztwillige Verfügung, in der man Erben einsetzen, Personen enterben, Vermächtnisse bestimmen, Auflagen bestimmen und Testamentsvollstreckung anordnen kann. Das Testament kann dabei eigenhändig geschrieben und unterschrieben (§ 2247 BGB) oder bei einem Notar beurkundet (§ 2232 BGB) werden. Es kann jederzeit widerrufen werden (§ 2253 BGB), wenn man nicht möchte, dass es weiterhin gilt.

Durch das Testament kann die gesetzliche Erbfolge gem. §§ 1922 ff. BGB geändert werden. Man kann also grundsätzlich frei bestimmen, wie die Erbfolge nach dem eigenen Tod sein soll. Es können daneben zahlreiche bestimmte, auch detaillierte Anordnungen an Erben getroffen werden, wie diese zum Beispiel einen Nachlassgegenstand verwenden sollen.

Um sicher zu gehen, dass ein Testament nicht verloren geht, kann es beim Nachlassgericht am Wohnsitzort hinterlegt und in einem bundesweit einheitlichen und zentral verwalteten Testamentsregister registriert werden.

Ein Testament verliert seine Wirksamkeit, wenn man es durch ein neues Testament widerruft (§ 2254 BGB) oder vernichtet (§ 2255 BGB) oder aus der amtlichen Verwahrung beim Nachlassgericht nimmt (§ 2256 BGB).

Nähere Informationen unter Erbrecht

Was ist das Pflichtteilsrecht?

Das Pflichtteilsrecht ist das grundsätzlich unentziehbare Erbrecht der nächsten Verwandten. gem. § 2303 BGB. Es ist als ein zentrales Element des Erbrechts in Deutschland sogar vom Grundgesetz geschützt und kann nicht abgeschafft werden.

Es steht den Kindern und weiteren Abkömmlingen sowie den Eltern und dem Ehegatten zu, § 2303 BGB. Das Pflichtteilsrecht ist kein echtes „Erbrecht“, sondern der Berechtigte hat einen Anspruch auf Zahlung einer Geldsumme, welche dem hälftigen Wert seines gesetzlichen Erbrechtes entspricht, § 2303 BGB.

Es kommt nur zum Tragen, wenn einer der Berechtigten durch ein Testament oder Erbvertrag enterbt worden ist, wenn also die gesetzliche Erbfolge nicht zum Tragen kommt und die Person auch nicht durch Testament zum Erben eingesetzt wurde.

Der Pflichtteilsanspruch richtet sich gegen den oder die Erben.

Nur ganz ausnahmsweise kann auch der Pflichtteilsanspruch entzogen werden, etwa wenn der Berechtigte versucht hat, den Erblasser oder eine ihm nahe stehende Person zu töten, § 2333 BGB.

Nähere Informationen unter Pflichtteilsanspruch

Wann muss ich einen Erbschein beantragen?

Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet. Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet.

Wann steht mir ein Pflichtteil zu?

Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet. Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet.

Wie kann ich ein Erbe ausschlagen?

Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet. Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet.

Wann muss ich eine Erbschaftsteuererklärung erstellen?

Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet. Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet.

Haben Sie weitere Fragen?
Ansprechpartner
Bastian Ruge LL.M.

Bastian Ruge LL.M.

Rechtsanwalt
Fachanwalt für Steuerrecht
Fachanwalt für Erbrecht
Rechtsanwälte, Steuerberater und Fachanwälte
© 2018 RUGE FEHSENFELD Partnerschaft mbB Rechtsanwälte Steuerberater